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Zweihandkurse

Es gab einige gute Gründe für die Frage, ob die Fischerei mit der Einhandrute für mich ausreichend ist. Vielleicht soll es ja doch einmal eine Reise an die Lachsflüsse Norwegens oder Schwedens werden. Vielleicht reizt mich die Meerforelle an der Küste oder in den dänischen Auen. Vielleicht sind es auch Hecht, Zander, Barsch, Rapfen und Barbe in den großen Flüssen vor der Haustür, die mich locken. All diesen Wünschen ist eigen, dass ihre Erfüllung oft daran zu scheitern droht, dass ich Bedingungen vorfinde,  die mit der Technik des Einhandwerfens nur schwer oder gar nicht zu meistern sind, weil entweder die Wurfweite nicht ausreicht, das Ködergewicht zu hoch ist, der Platz zum Werfen fehlt, starker Wind die Würfe verbläst und mich selbst gefährdet oder mehreres davon oder alles auf einmal. Also entschloss ich mich, die Zweihandtechnik zu erlernen. Weil ich es richtig lernen wollte, dokterte ich nicht selbst herum, sondern fragte einen guten Lehrer, ob er an die Wiesent kommt und als Kursleiter einen Zweihand-Basiswurfkurs und vielleicht später einen Aufbautag ausrichtet. Er war einverstanden, und so fand Ende Februar 2017 in kleinem Kreis an der Hammermühle Waischenfeld ein Basiskurs im Zweihandwerfen mit Bert Schaaf als Kursleiter statt. Bert Schaaf ist AAPGAI- Instructor, wer mehr über ihn wissen möchte, wird hier fündig: www.modern-speycasting.de


So beschrieb er uns damals den geplanten ersten Kurs:

"Zweihandwerfen wird mittlerweile auch in Deutschland immer populärer, das hat wohl zuallererst mit Veränderungen auf dem Ruten- und Schnurmarkt zu tun, denn dort gibt es mittlerweile nicht nur die „großen“ Lachsruten in entsprechend hohen Schnurklassen und ehedem zum Teil sehr langen Leinen, sondern auch kürzeres und ganz leichtes Gerät mit entsprechenden kürzeren und leicht zu werfenden Schnüren, die sich dann hervorragend auch noch unter relativ widrigen Bedingungen zur leichten Fischerei auf Forellen und Äschen oder Hechte und Barsche einsetzen lassen.
Diese Zusammenstellungen von kurzen Ruten und extrem kurzen Schnüren lässt sich relativ leicht nutzen, wobei dann ohne die entsprechende Technik die Möglichkeiten solchen Geräts überhaupt nicht ausgenutzt werden – im Extremfall wird dann aus einem schönen und effektiven Werfen nur noch ein irgendwie hinausschleudern und am Abend eines schönen Fischtages tut dann unter Umständen der Ellenbogen oder die Schulter weh, ganz abgesehen davon, dass man einen guten Teil der Fische, die man eigentlich fangen wollte durch platschende Schnüre verscheucht hat…
Der Kurs ist darum zuallererst auf die Grundlegende Technik des Speywerfens ausgelegt und geübt wird dann erst einmal mit längeren Ruten und Schnüren, denn wer mit diesen umgehen kann wird sich leicht tun auch jede kürzere Schnur ordentlich zu werfen – umgekehrt funktioniert das im Allgemeinen nicht.
Um dies alles quasi von der Pike auf zu lernen wird sich die erste Einheit des Kurses erst einmal um den Rollwurf drehen und zwar beginnend mit dem so genannten „deadline roll cast“ über ihn wird alles Notwendige zu den verschiedenen Bewegungsabläufen, Winkeln, Beschleunigung, Stops usw. vermittelt.
Im nächsten Schritt werden wir dann über den „jump roll cast“ (amerik. „switch cast“) grundlegendes über das richtige Formen eines D- oder V- Loops lernen und den richtigen „Ankerpunkt“ was dann für alle weiteren Speywürfe wichtig ist.
Die zweite Einheit wird dann die eigentlichen Speywürfe – also Würfe mit einem Richtungswechsel angehen, mit dem Single Spey, Double Spey und Circle Spey, die jeweils auf verschiedene fischereiliche Situationen ausgerichtet sind und damit effektives Werfen auch bei unterschiedlichen Bedingungen ermöglichen.
Weil das in den beiden ersten Einheiten vermittelte eine große Menge an Informationen und neuen Bewegungsabläufen enthält, werden wir in der dritten Einheit am Sonntag Morgen alles am Vortag gelernte noch einmal aufnehmen und je nach Bedarf individuell auf Fragen dabei eingehen, sowie dann auch verschiedene Gerätezusammenstellungen für unterschiedlichste fischereiliche Ansprüche nicht nur am großen Lachsfluss vorzustellen.
Die Teilnehmer, die bereits über Zweihandgerätschaften verfügen, sollten diese bitte mitbringen, wer noch keines hat, sollte sich auch vorher noch keines anschaffen. Zum einen wird das benötigte Gerät zum Üben für den Kurs gestellt und zum anderen weiß man dann oft erst nach dem Kurs was man denn wirklich haben möchte, bzw. womit man am besten umgehen kann.
Weiterhin mitzubringen wäre entsprechende Kleidung, die auch das sichere Waten im Fluss ermöglicht und eine Brille zum Schutz der Augen"


Die Fortsetzung fand dann allerdings am Main statt. Wir brauchen nämlich inzwischen etwas mehr Platz, als die Wiesent bieten kann, zumal sie im hiesigen Bereich nicht bewatet werden darf.

Weil die Anfragen immer mehr werden, gehört nun das Zweihandwerfen zum ständigen Kursprogramm als Angebot an alle interessierten Angelfischer. Es ist nämlich keine Voraussetzung, das Werfen mit Einhandfliegenruten bereits zu können. 

Qualität steht ganz oben, deshalb ist Bert Schaaf unser Kursleiter. Die Anzahl der Teilnehmer je Kurs ist beschränkt.

Mangels geeigneter Plätze vor Ort muss die Fliegenfischerschule Hammermühle jedoch auf Reisen gehen. Kein Problem, im Bereich des Sportfischerverein Bamberg u. Umgebung e.V.  haben wir den Main sogar in „wild-romantisch“. Da lassen sich genügend Fotos von einer Reise nach sonstwohin machen.    

auf Erkundung am Main


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Nächste Termine im Frühjahr 2018

 

 

 

 

mit Orvis Clearwater Switch #8 11' und Rio Skagit


 

 

 

Kontakt:

Winfried Kellermann

Mobil 0172 6639400  

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